Bei einer chronischen Tendinopathie der Achillessehne profitieren Patienten mehr von einer zusätzlichen Injektion von thrombozytenreichem Plasma oder einer kortisonhaltigen Lösung als von einem exzentrischen Training allein.
KOPENHAGEN. Aus Fallserien gibt es Hinweise, dass sich durch großvolumige Steroidinjektionsbehandlungen bei chronischen Tendinopathien der Achillessehne Symptome wie Schmerzen lindern lassen. Über Erfolge wird auch mit der Injektion von autologem thrombozytenreichem Plasma berichtet.

In bisherigen randomisierten kontrollierten Studien wurde jeweils nur eine Injektion verabreicht. Dänische Sportmediziner um Dr. Anders Ploug Boesen unter anderem vom Bispebjerg Hospital in Kopenhagen haben deshalb in einer doppelblinden randomisierten prospektiven Studie den Nutzen der verschiedenen Strategien mit teils mehrfachen Injektionen überprüft.

An dieser Studie nahmen 60 Patienten des Instituts für Sportmedizin in Kopenhagen im Alter zwischen 18 und 59 Jahren teil (Am J Sports Med 2017; online 22. Mai).

Die ansonsten gesunden Männer hatten eine klinisch und per Ultraschall bestätigte chronische Tendinopathie der Achillessehne, und zwar im mittleren Abschnitt zwei bis sieben Zentimeter proximal zum Sehnenansatz an der Ferse. Symptome bestanden mindestens seit drei Monaten.
Regelmäßiges Training der Studienteilnehmer

Dänische Studie
Tendinopathie – Injektionen ergänzen Training

Bei einer chronischen Tendinopathie der Achillessehne profitieren Patienten mehr von einer zusätzlichen Injektion von thrombozytenreichem Plasma oder einer kortisonhaltigen Lösung als von einem exzentrischen Training allein.

Tendinopathie – Injektionen ergänzen Training

Tendinopathien der Achillessehne: Die Ferse schmerzt.

KOPENHAGEN. Aus Fallserien gibt es Hinweise, dass sich durch großvolumige Steroidinjektionsbehandlungen bei chronischen Tendinopathien der Achillessehne Symptome wie Schmerzen lindern lassen. Über Erfolge wird auch mit der Injektion von autologem thrombozytenreichem Plasma berichtet.

In bisherigen randomisierten kontrollierten Studien wurde jeweils nur eine Injektion verabreicht. Dänische Sportmediziner um Dr. Anders Ploug Boesen unter anderem vom Bispebjerg Hospital in Kopenhagen haben deshalb in einer doppelblinden randomisierten prospektiven Studie den Nutzen der verschiedenen Strategien mit teils mehrfachen Injektionen überprüft.

An dieser Studie nahmen 60 Patienten des Instituts für Sportmedizin in Kopenhagen im Alter zwischen 18 und 59 Jahren teil (Am J Sports Med 2017; online 22. Mai).
Vorteile in beiden Gruppen gegenüber dem Placebo

Wie Boesen und seine Kollegen berichten, waren die VISA-A-Verbesserungen nach 24 Wochen sowohl in der Steroidgruppe als auch nach Plasmainjektionen signifikant stärker als in der Placebogruppe.

In der Steroidgruppe stieg der VISA-A-Wert um 22,2 ± 4,6 Punkte, in der Plasmagruppe um 19,6 ± 4,5 Punkte und in der Placebogruppe nur um 8,8 ± 3,3 Punkte, und zwar bei einem jeweils ähnlichen Ausgangswert von 52,5, 58,1 bzw. 59,2 Punkten.

Auch die Schmerzen wurden in den Verumgruppen stärker gelindert als in der Placebogruppe. Nach 24 Wochen hatte sich in der Steroidgruppe der VAS-Wert um 34,1 ± 6,5 mm verringert, in der Plasmagruppe um 37,1 ± 6,2 mm und in der Placebogruppe nur um 18,1 ± 6 mm verringert.

Schließlich wurde im Vergleich zur Placebogruppe eine signifikante Verringerung der per Ultraschall gemessenen Sehnendicke in beiden Verumgruppen nach 24 Wochen festgestellt.

Nach Angaben der Wissenschaftler liefert die Studie Hinweise darauf, dass die Steroidinjektion kurzfristig – also nach sechs bis zwölf Wochen – bessere Ergebnisse liefert als mittelfristig (nach 24 Wochen). Dies gelte für die Schmerzlinderung, die Funktionsverbesserung und die Zufriedenheit der Patienten.

Die ansonsten gesunden Männer hatten eine klinisch und per Ultraschall bestätigte chronische Tendinopathie der Achillessehne, und zwar im mittleren Abschnitt zwei bis sieben Zentimeter proximal zum Sehnenansatz an der Ferse. Symptome bestanden mindestens seit drei Monaten.
Regelmäßiges Training der Studienteilnehmer
Ergebnisse einer dänischen Studie

– Die VISA-A-Verbesserungen waren nach 24 Wochen in der Steroidgruppe und auch nach Plasmainjektionen signifikant stärker als in der Placebogruppe. Mit dem VISA-A-Fragebogens werden Schmerzen und Sehnenfunktion beurteilt.

– Auch die Schmerzen während körperlicher Aktivität wurden in den Verumgruppen stärker gelindert als in der Placebogruppe.

Alle Studienteilnehmer unternahmen regelmäßig ein exzentrisches Training, und zwar zweimal täglich über zwölf Wochen nach dem Alfredson-Programm mit einbeiniger exzentrischer Sprunggelenks-Dorsalextension, 180 Wiederholungen pro Tag auf zwei Einheiten verteilt. Direkt nach den Injektionen waren zwei Tage Pause erlaubt. In jeder Studiengruppe befanden sich 20 Teilnehmer.

In der Gruppe mit Steroidinjektion wurde ultraschallgeführt eine Lösung aus 10 ml 0,5%igem Bupivacain und etwa 20 mg Methylprednisolon (Depo-Medrol®) injiziert, gefolgt von viermal 10 ml Kochsalzlösung, bei einem Gesamtvolumen von 50 ml.

Die Kochsalzlösung wurde rasch injiziert, um einen mechanischen Effekt zu erzielen. Die Injektionen erfolgten nur zu Studienbeginn, gefolgt von drei Placeboinjektionen im Abstand von zwei Wochen.

Das autologe Plasmapräparat schließlich wurde kurz vor der Injektion aus 10 ml venösem Blut zubereitet und ohne Lokalanästhesie viermal im Abstand von jeweils zwei Wochen gespritzt (jeweils 4 ml). Patienten der dritten Gruppe wurde nur Kochsalzlösung injiziert.

Primärer Studienendpunkt waren Schmerzen und Sehnenfunktion, beurteilt mithilfe des VISA-A-Fragebogens mit maximal 100 Punkten (schmerzlos und vollständig funktionsfähig).

Als sekundäre Endpunkte wählten die Ärzte unter anderem Schmerzen während körperlicher Aktivität, beurteilt anhand der visuellen Analogskala (VAS), Sehnendicke und -vaskularisierung
Quelle.Ärzte Zeitung online, 21.07.2017

Dass Sport nicht Mord bedeutet, wissen Forscher schon lange. Jetzt haben Alters- und Sportwissenschaftler messen können, wie Sport das Gehirn im Alter verändert. Dient Fitness als Demenzprävention?

Sport im Alter schützt vielleicht vor Demenz

Dass Sport nicht Mord bedeutet, wissen Forscher schon lange. Jetzt haben Alters- und Sportwissenschaftler messen können, wie Sport das Gehirn im Alter verändert. Dient Fitness als Demenzprävention?

Sport im Alter schützt vor Demenz

Sport gegen Demenz? Frankfurter Forscher haben möglicherweise Ansätze dafür, dass fitte Senioren ein geringeres Krankheitsrisiko haben.

© Volker Witt / Fotolia

FRANKFURT. Fitness im Alter verändert den Gehirnstoffwechsel möglicherweise positiv. Das haben Altersforscher und Sportmedizier der Frankfurter Goethe-Universität gemeinsam herausgefunden. Ihre Ergebnisse haben sie in der Fachzeitschrift “Translational Psychiatry” publiziert.

In ihrer randomisierten kontrollierten SMART-Studie (Sport-und Metabolismus im Alter – eine MRT Studie) untersuchten die Wissenschaftler 60 Teilnehmer im Alter zwischen 65 und 85 Jahren über 12 Wochen: Die Versuchsgruppe hielt sich dreimal die Woche mit einem 30-minütigen Training auf dem Fahrradergometer fit.

Das Resultat: Durch die sportliche Betätigung verhinderten die Teilnehmer in der Versuchsgruppe den Anstieg des Stoffwechselproduktes Cholin. Dieses wird in Zusammenhang mit Demenz gebracht, da eine erhöhte Konzentration wohl mit dem vermehrte Absterben von Nervenzellen in Verbindung steht.
Probanden auch mit besserer Herzleistung

Während die Experimentalgruppe den Cholinanteil konstant halten konnte, stieg der Anteil bei der Kontrollgruppe an. Zudem verbesserte sich die Fitness der Sporttreibenden laut Forscher, da sich die Herzleistung gesteigert habe.

Allerdings bleibt in der Studie offen, inwieweit Cholin als Biomarker aussagekräftig ist: Ein gesteigerter Anteil muss nicht zwangsläufig auf eine Demenz hinweisen.

Einschränkend geben die Forscher selbst zu bedenken, dass die Beobachtungsdauer zu kurz und die Teilnehmeranzahl zu klein sein könnte. Auch der Herz-Lungen-Test mittels Cardiopulmonary Exercise Test (CPET) anstatt Ramp protocol zur Festlegung des Endpunktes könne diskutiert werden. (ajo)
Quelle: Ärzte Zeitung online, 24.07.2017

Massage mit der Fingerspitze

Ähnlich wie Akupunktur behandelt auch die Akupressur bestimmte Energiepunkte – aber nicht mit Nadeln, sondern mit einer gezielten Massage.

Akupressur setzen wir instinktiv immer dann ein, wenn uns etwas weh tut: Wir reiben die Schläfen oder die Stirn, wenn wir Kopfschmerzen haben. Und wenn es irgendwo am Körper zwickt, berühren wir die betreffende Stelle. Die Traditionelle Chinesische Medizin kennt außerdem Punkte, die behandelt werden können, obwohl sie von der schmerzenden Stelle weit entfernt sind. Sie liegen auf den insgesamt 20 Leitbahnen (Meridianen), in denen die Lebensenergie Qi fließt. Eine Massage dieser Stellen schafft eine Verbindung zu verschiedenen Organen und Gefäßen. 

Speziell ausgebildete Ärzte, Heilpraktiker und Therapeuten bieten die Druckmassage an. Mit Hilfe der Akupressur kann man aber auch eine ganze Palette von Beschwerden selbst behandeln: Der Druck auf manche Punkte hilft gegen Schluckauf und Nasenbluten oder lindert Schmerzen. Nicht nur auf körperliche Vorgänge wirkt die Akupressur – auch die Seele kann sie positiv beeinflussen. Damit die Akupressur tatsächlich wirkt, ist es wichtig zu wissen, wo genau die entscheidenden Punkte liegen und mit welchem Finger man sie ansprechen muss. Schaubilder können bei der Orientierung helfen oder die Unterweisung durch einen Fachmann. Volkshochschulen bieten Einführungskurse in die Akupressur.

Die Massage der Punkte hilft nicht, wenn Organe, Muskeln oder Knochen geschädigt sind. Auch im Fall von erkrankten oder entzündeten Hautstellen und von schweren Herz-Kreislauf-Beschwerden ist Vorsicht geboten. Schwangere Frauen sollten sich vor der Selbstbehandlung bei einem Arzt oder Therapeuten nach den Risiken erkundigen.


Akupressur: Massage mit der Fingerspitze – weiter lesen auf FOCUS Online

Die Bindegewebsmassage ist eine relativ junge Richtung der Massage. Sie wird nicht nur zur Behandlung, sondern auch zur Diagnose von Erkrankungen eingesetzt.

Philosophie / Entstehungsgeschichte der Bindegewebsmassage

Die moderne Bindegewebsmassage wurde Ende der 20er Jahre von der Krankengymnastin Elisabeth Dicke entwickelt. Frau Dicke litt selbst an einer Behinderung, die zu einer Beinamputation hätte führen können. In ihrer Verzweiflung behandelte sie ihre heftigen Rückenschmerzen durch intensives Streichen am Beckenkamm und am Kreuzbein. Darauf verspürte sie in ihrem kranken, gefühllosen Bein unerwarteterweise ein Kribbeln und Stechen, die Schmerzen besserten sich. Bei der Bindegewebsmassage geht man davon aus, dass bei Erkrankungen der inneren Organe Spannungsunterschiede im lockeren Bindegewebe der Unterhaut entstehen. Diese Spannungen versucht der Masseur zu beheben, indem er zunächst die Spannung im Bindegewebe ertastet, beurteilt und danach auszugleichen versucht.

Technik der Bindegewebsmassage

Die Grundlage der Bindegewebsmassage ist der Tastbefund des Gewebes. Dabei versucht der Therapeut folgende Fragen zu beantworten:

Wie hoch ist der Flüssigkeitsgehalt des Gewebes?

Finden sich Rheumaknötchen in der Unterhaut?

Bestehen Spannungsunterschiede in der Muskulatur?

Danach reizt er alle Gebiete mit einer verminderten Spannung mittels einer besonderen Massagetechnik, bis es zum Spannungsausgleich kommt.

Durch die Bindegewebsmassage sollen auch Organe im Körperinnern beeinflusst und deren Funktionen verbessert werden. Die Massage wird zwei- bis dreimal pro Woche durchgeführt und dauert etwa 10 bis 15 Minuten.

Wie kann die Bindegewebsmassage eingesetzt werden

Mit der Bindegewebsmassage wird versucht, neben der örtlichen Wirkung auch entfernt liegende Gebiete und Organe günstig zu beeinflussen. Folgende Beschwerden sollen gut auf diese Massagetechnik ansprechen:

  • Magen-Darmstörungen nach Entzündungen
  • Leber- und Gallenbeschwerden nach einer Leberentzündung
  • Schmerzen verschiedener Art, zum Beispiel Migräne
  • Menstruationsbeschwerden
  • rheumatische Erkrankungen (Gelenkschmerzen)
  • Durchblutungsstörungen der Beine
  • nicht entzündliche Venenleiden, zum Beispiel Krampfadern

Nebenwirkungen dieser Massageform

Bei den folgenden Erkrankungen sollte eine Massage erst nach Rücksprache mit dem Arzt erfolgen:

  • Gefässerkrankungen
  • akute Entzündungen und Infektionskrankheiten
  • Krebserkrankungen
  • fieberhafte Erkrankungen
  • Herz-Kreislaufprobleme
  • Blutungsneigung
  • Venenentzündungen

Quelle : meine Gesundheit.de

So fühlen Sie sich auch mit Baby im Bauch rundum wohl

Sie sind werdende Mami und freuen sich auf Ihr Kind, doch ab und zu zwickt der Rücken, das Treppensteigen fällt schwer und ein wenig Verwöhnung und Entspannung wäre wieder einmal schön? Sie möchten Schwangerschaftsstreifen effektiv vorbeugen? Sie wünschen sich einfach eine Auszeit?

Wir bieten Massagen speziell für Schwangere*

Ayurvedamassagen
 

 

Die ayurvedische Massage mit warmen Kräuter-Ölen wirkt stärkend und entspannend.
Sie bereitet Dich während der Schwangerschaft optimal auf die Geburt vor
und unterstützt nach der Entbindung die Rückbildung und Regeneration. 

Ich verwende ausschließlich hochwertige Öle aus kontrolliert biologischem Anbau
und stimme jede Behandlung auf deine individuellen Bedürfnisse ab.

 

Schwangereren Massage (60 Minuten)
(ab Ende des 3. Monats)

* wirkt entspannend und stressreduzierend
* stärkt Muskeln, Sehnen & Gelenke und bereitet den Körper optimal auf die Geburt vor
* macht Haut & Gewebe geschmeidig
* beugt Schwangerschaftsstreifen vor
* entspannt und entlastet Rücken und Beine
* wirkt entstauend bei Wassereinlagerungen
* verbessert die Körperwahrnehmung der werdenden Mutter
Wöchnerinnenmassage (60 Minuten)
* fördert eine schnelle und problemlose Rückbildung
* gibt neue Kraft, entspannt und wirkt emotional ausgleichend
* stimuliert die Milchbildung
* strafft und pflegt Haut und Gewebe
* wirkt entstauend  bei Wassereinlagerungen
* hilft bei Verspannungen (verspannter Nacken v. Stillen, Schmerzen im unteren Rücken)
* beugt Wochenbettdepressionen vor. 

 

Anwendungsgebiet:

Schultermassage

Es ist wichtig das die Schultern während der Schwangerschaft entspannt sind, denn das führt zu tieferen Atemzügen und einer besseren Sauerstoffversorgung von Mutter und Kind.

 

Rückenmassage

Viele Frauen fühlen die starken Kontraktionen während des Geburtsvorganges besonders im unterem Rückenbereich (Lendenwirbelsäule und Kreuzbein). Massage entlastet, unterbricht aber nicht die Kontraktionen. Es gibt sehr viele empfehlenswerte Techniken !

 

Fußmassage

Die Fußmassage im Wochenbett sollte relativ kräftig durchgeführt werden, denn sonst wird sie entweder gar nicht wahrgenommen oder die schwangere Frau wird es nicht genießen und den Behandler verscheuchen. Fußmassage kann wegen ihrer Wirkung auf die Reflexzonen sehr helfen und wärmt die Füße.

 

Handmassage

Nach einer Rückenmarksspritze ist es schwierig den Schulter- oder Rückenbereich zu massieren, denn die Frau liegt darauf. Durch die Betäubung fühlt sie ihre Füße nicht. In diesem Fall kann eine Handmassage extrem beruhigend wirken.

Generelle Kontraindikationen für Massage:

Systemische Erkrankungen – keine Massage

  • Fieber
  • Ansteckende Erkrankungen, auch Grippe oder Erkältungen
  • Hautausschläge
  • akute Verletzungen und Operationen
  • Drogen- und Alkoholmissbrauch
  • Alle Erkrankungen die mit Entzündungen einhergehen
  • undiagnostizierte, starke Schmerzen
  • Beipass
  • Krebs
  • Krampfneigung oder Epilepsie
  • Diabetis

Lokale Erkrankungen – Massage erlaubt, aber nicht an den betroffenen Körperteilen

  • Krampfadern
  • undiagnostizierte Hauterscheinungen
  • Hämatome, Schnitte, Sonnenbrand
  • Rheumaschübe
  • Ödeme ( Lymphdrainage anwenden)

Kontraindikationen für Schwangerschaftsmassage:

Die Liste der Risikoschwangerschaften umfaßt  52 Punkte, Tendenz steigend. Nur noch wenige Schwangerschaften werden nicht als Risikoschwangerschaft eingestuft. Informationen darüber sind auch im Mutterpass auf den Seiten 5 und 6 zu finden. Es ist sehr hilfreich für ihren Therapeuten, den Mutterpass zu ihrer Massagesitzung mitzubringen, damit eventuelle Fragen geklärt werden können.

Die häufigsten Risikoschwangerschaften sind:

  • Diabetis
  • Herzerkrankungen
  • Chronischer Bluthochdruck
  • Vorhergegangene Fehlgeburten
  • Mütter unter 20 und über 35 Jahren
  • Mehrlingsgeburten
  • Mehr als 4 Kinder geboren
  • Genetische Erkrankungen in der Familiengeschichte
  • Drogenmißbrauch
  • Präeklampsie
  • Nierenerkrankungen
  • Vorzeitige Wehen

 

Nicht massieren bei:

  • Plazentaerkrankungen (z.B Plazenta previa)
  • Intrauterine Wachstumsstörungen
  • veränderter Herzschlag des Fötus
  • unbehandelter Gestationsdiabetes
  • Krampfneigung oder Epilepsie (Präeklampsie – Eklampsie)
  • Untergewicht der Mutter oder des Fötus
  • Lupus Erythematodes und andere Autoimunerkrankungen

Symptome, die auf eine Komplikation hinweisen können (und einen sofortigen Arztbesuch erforderlich machen)u.a:

  • Mögliche Fehlgeburt: Vaginale Blutungen, anhaltende Bauchkrämpfe oder -schmerzen, plötzlicher Fruchtwasserverlust.
  • Infektionen des Urogenitaltraktes: Häufiges Wasserlassen mit Brennen, Fieber und Schüttelfrost, vermehrter Durst.
  • Präeklampsie: erhöhter Blutdruck, Kopfschmerzen, plötzliche starke Gewichtszunahme, systemisches Ödem, Proteinurie.
  • Eklampsie: alle Symtome der Präeklampsie plus starke Rückenschmerzen, hoher Blutdruck, anhaltende starke Kopfschmerzen, Sehstörungen, Krämpfe.
  • Gestationsdiabetis: exzessiver Hunger und Durst, Glukose im Urin, starkes Harnlassen besonders im zweiten Trimester.

Warum ist Massage für Schwangere so gut?

  • Zur Entspannung von Mutter und Kind
    • Zum Vorbeugen von Schwangerschaftsstreifen (Dehnungsstreifen)
    • Zur Verbesserung von Rücken-, Gelenk- und Kniebeschwerden
    • Bei Rückenmassage in der Seitenlage für den verspannten Rücken
    • Zum Vermindern von Wassereinlagerungen
    • Als wohltuende Auszeit zum Wohlfühlen und Kraft schöpfen
    • Für ein positives Körpergefühl für die Geburt

Wie läuft eine Schwangerschaftsmassage ab?

  • Vorbesprechung zu den aktuellen „Wehwehchen“
  • Auswahl aus verschiedenen Massageformen, die für Schwangere geeignet sind
  • Auswahl der für Schwangere geeigneten Öle und Aromen
  • Durchführung der Behandlung
  • Entspannung bei einem Glas Tee
  • Massage in der Seitenlage: Die Alternative für Genießer und Schwangere, die Massage in der Seitenlage eignet sich hervorragend für Schwangere, aber auch für Klienten, die nicht gut auf dem Bauch liegen können, um sie in einer bequemen Position zu massieren. Zu dem können sich Klienten, die in dieser Position massiert werden, häufig noch viel tiefer entspannen. Diese Position ist aber auch eine sehr gute Ergänzung Ihrer bisherigen Massage und lässt sich mit der Massage in der Bauch- und Rückenlage gut kombinieren. Manche Bereiche wie der äußere Brustkorb und die Außenseite der Beine lassen sich in der Seitenlage auch besonders gut erreichen.
    • Nach TCM werden 20 Hauptpunkte, welche in der Schwangerschaft nicht akupunktiert werden sollen. Voraussetzung für einen guten Schwangerschaftsverlauf: Harmonischer Qi – Fluss
      Vermeidung von Erregung und
      Wallungen des Qi

Genügend Xue und ungehinderte        Blutzirkulation

 


Wer massiert Sie?

  • Geprüfte Fachpraktikerin für Massage, Wellness & Prävention (Deutsche Akadamie für Massagepraktiken DAFMP®
  • Weiterbildungen:  Shiatsu-Ausbildung (Europäisches Shiatsu Institut ESI, München)
  • Fortbildung im Ausland: Wat Po Thai Traditional Medical and Massage School in Bangkok, Thailand; Kerala Ayurvedic Health Care-Zentrum in Trivandrum, Indien

 

Bitte vereinbaren Sie einen Termin mit uns. Wir beraten Sie gerne unter Tel 81 30 41 93

Schwangerschaft-Massage

45 min. € 52,00
60 min. € 65,00

* In den ersten drei Schwangerschaftsmonaten und  solle man keine Massage durchführen. Bitte sprechen Sie uns hierzu an.

Wenn Sie zwischendurch mal ein kurzes Leistungstief haben, sich sonst aber fit und gesund fühlen, kann die Akupressur ihre Lebensgeister wieder wecken. 

Kleiner Finger: Um den Anregungspunkt zu finden, greifen Sie mit Daumen der rechten Hand seitlich an den kleinen Finger der linken Hand. Die richtige Stelle liegt an der Innenseite des äußersten Knöchels. Diesen Punkt drücken Sie 30 Sekunden lang mit dem (kurzen) Daumennagel. Danach wechseln Sie die Seite.

Wenn Sie mal so richtig schlechte Laune haben, aber keine Zeit finden, sich zurückzuziehen, können Sie es mit einer kurzen Fingerdruckmassage probieren.

Mittelfinger: Den Punkt finden Sie am Nagelbett der beiden Mittelfinger auf der Seite, die dem Zeigefinger zugewandt ist. Nehmen Sie den Daumen der einen Hand, und drücken Sie diese Stelle fünfmal hintereinander. Zur Vorbeugung können Sie das mehrmals am Tag an beiden Händen wiederholen.

Ellenbogen: Winkeln Sie den linken Arm etwas an, und massieren Sie mit dem rechten Daumen die Innenseite des Ellenbogens mit sanftem Druck. Nach 30 Sekunden wechseln Sie die Seite.

Handgelenk: Die Massage der Ellenbogenfalten wird mit einer weiteren Akupressur kombiniert. Dazu legen Sie den linken Daumen auf die Innenseite des rechten Handgelenks – und zwar auf die Stelle, an der Sie den Puls spüren. Drücken Sie zwei- bis dreimal nicht zu fest auf diesen Punkt. Das regt Herz und Kreislauf wieder an. Aber Vorsicht: Menschen mit schwachem Herzen sollten auf diese Übung verzichten.

Kamille kann als Tee Bauchweh lindern, in der Creme Hautentzündungen stillen, inhaliert kann sie die Schleimhäute austrocknen. Wie wirken Heilpflanzen? Wann und wem schaden sie?

Salbei(Salvia officinalis )

Salbei setzt man meistens als Teeaufguss ein. Dazu müssen ein bis zwei Teelöffel Blätter mit einer Tasse kochendem Wasser übergossen werden. Der Sud sollte zehn Minuten ziehen. Als Gurgelmittel hat sich Salbei gegen Entzündungen und Reizungen der Mund- und Rachenhöhle bewährt. Der Tee reguliert Verdauungsstörungen, Blähungen, Durchfall und leichte Entzündungen des Magen-Darm-Trakts.

Birke (Betula spec.)

Ein Gemisch aus Flavonoiden, Bitterstoffen, ätherischen Ölen, Gerbstoffen und Saponinen entwässert und führt mild ab. Es hemmt Entzündungen, lindert Schmerzen und fördert die Schweißbildung.

Schafgarbe (Achillea millefolium)

Schafgarbentee (ein bis zwei Teelöffel getrocknetes Kraut und Blüten in einer Tasse kochend heißem Wasser zehn bis 15 Minuten ziehen lassen) dreimal täglich heiß trinken. Umschläge mit Schafgarbe helfen bei Verwundungen und Geschwüren. Sitzbäder mit Schafgarbe heilen Analerkrankungen.
Die chinesische Medizin besitzt eine lange Tradition. Das Zusammenspiel aus Akupunktur, Arzneimitteltherapie, Ernährungskunde, Bewegungslehre und Tuina-Massage hat auch hierzulande viele Anhänger gefunden. Die Wurzeln der chinesischen Medizin reichen rund 6000 Jahre zurück. In den 50er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts schufen Mediziner der Volksrepublik China während der Kulturrevolution eine einfacher umsetzbare „Kurzversion“ ihrer traditionsreichen Volksheilkunde. Die WHO prägte dafür den Begriff Traditionelle Chinesische Medizin (TCM). Seit den 70er-Jahren erobert die TCM den Westen. Heute ist sie in Deutschland ein boomender Markt. Ihre Umsätze liegen bei rund 3,2 Milliarden Euro, erklärt die Deutsche Gesellschaft für TCM. Beispielsweise lassen sich Schätzungen zufolge eineinhalb Millionen Patienten pro Jahr in Deutschland akupunktieren. 


Autorin Karin Hertzer-weiter lesen auf FOCUS Online

Ayurvedische Rückenmassage – Upanahasveda

Immer mehr Menschen setzen auf Natur und Tradition. In den letzten Jahren wurde in den Ländern des westlichen Kulturkreises vor allem die Ayurveda immer populärer – Stars und Sternchen von Berlin bis Miami machten vor, wie mit uralten Heilmethoden, Kräutern und Mantras ein neues Lebensgefühl erreicht werden kann.

Eine dieser Anwendungen aus der Ursprungsmedizin ist die Upanahasveda. Bei dieser Technik handelt es sich um eine kräftige Rückenmassage, die in der Praxis als Therapie im Wellnessbereich eingesetzt wird. Durch verschiedene Öle, Griffarten- und qualitäten wird der Körper von Schlackstoffen (freie Radikale, Säuren, Zellstoffwechselprodukte) befreit und die Selbstheilung und Abwehrsituation stimuliert. Nach einer Dampfanwendung und einer sanften Abschlussmassage sind Sie völlig entspannt und Ihr Körper wird während einer Nachruhephase Energien aktivieren, die Sie gelassen und befreit auf Ihren Alltag zugehen lassen.

Von Kerstin Rosenberg

Natürlich schlanker werden

Mit Kampagnen wie „Fit statt Fett“ rüstet das moderne Gesund­heitswesen gegen eine übergewichtige Bevölkerung, in der mehr als 50% aller Kinder und Erwachsenen unter Fett­leibigkeit und Adipositas leiden sollen. Unterstützt von der zentralen Politik und den öffentlich-rechtlichen Gesund­heits­trägern leisten Ärzte, Ernährungswissenschaftler und Diätas­sistenten eine übergreifende Aufklärungsarbeit in Kindergärten, Schulen und öffentlichen Einrichtungen, bei der auf die Wich­tigkeit einer ausgewogenen Ernährung und ausreichenden Bewegung hingewiesen wird, um den gesundheitsgefährdenden Folgen der Gewichtsproblematik entgegenzuwirken.

Denn Übergewichtige leiden nicht nur beim Einkaufen in schicken Modeboutiquen an ihren überschüssigen Pfunden, sondern entwickeln viele Krankheitsbilder, wie z. B. Herz-Kreislaufbeschwerden oder Diabetes.
Dass es jedoch nicht ausreicht, dem hartnäckigen Fettgewebe an seinen exponierten „Problemzonen“ wie Oberschenkel, Gesäß und Hüfte mit einer kalorienreduzierten Diät zu Leibe zu rücken, ist inzwischen wissenschaftlich bewiesen und kann von vielen Menschen, die sich jahrelang mit Reduktionsdiäten und Schuld­gefühlen herumgeplagt haben, bestätigt werden.

Erfolgreich mit Ayurveda abnehmen

Um erfolgreich abzunehmen, bedarf es eines übergreifenden Therapieplans, der ein wirkungsvolles Ernährungs- und Bewegungsprogramm umfasst, das häufig noch von äußeren Behandlungen und Mas­sagen, Nahrungsergänzungen und psychologischer Begleitung intensiviert und ergänzt wird. In diesem Sinne arbeitet auch die ayurvedische Medizin und Ernährung für jeden Menschen einen individuell auf seine Konstitution abgestimmten Therapieplan aus, mit dem eine ganzheitliche und anhaltende Gewichts­reduktion und Gesundheitsförderung möglich ist.­

 

Übergewicht ist typbedingt

Aus ayurvedischer Sicht sind nicht alle Menschen im gleichen Maße von der Gefahr zum Übergewicht betroffen, denn ent­sprechend der individuellen Konstitution reagiert jeder Stoff­wechsel unterschiedlich auf die tägliche Nahrungsverwertung und -zufuhr. Besonders empfänglich für die Ansammlung von Fett­depots und Wassereinlagerungen sind all diejenigen, die über einen ausgeprägten Anteil des Kapha-Doshas in ihrer Konstitution verfügen. Die so genannten Kapha-Typen (das heißt, Menschen, die sich von Geburt an durch ein besonders ausgeprägtes Kapha auszeichnen) verfügen von Natur aus über einen kräftigen Kör­perbau, einen trägen Stoffwechsel und eine erhöhte Schleim­bil­dung. Ihre ausdauernde Kraft und ihr starkes Immunsystem wer­den von der Fähigkeit begleitet, mit wenig Nahrung viel Gewebe aufzubauen und Energie lange speichern zu können.

Diese Eigen­schaften galten solange als vorzügliche und privilegierte Gesund­heitsvoraussetzung, wie das Leben von Auszehrungen, Hungers­nöten und körperlicher Anstrengung geprägt war. In unserer heutigen Gesellschaft und Lebensweise hingegen, in der wir eher unter Nahrungsüberfluss, Bewegungsmangel und mentalem Stress leiden, leiden Kapha-Menschen fast ausnahmslos unter leichtem bis schwerem Übergewicht und den daraus resultierenden Beschwerdebildern. Denn wenn eine Kapha-Konstitution nicht eine ausgesprochene „Anti-Kapha-Diät“ macht, in der alle näh­renden und Gewebe aufbauenden Nah­rungsmittel stark einge­schränkt werden, ist sie automatisch etwas fülliger als dies von unserem modernen Modediktat vorgegeben wird.

Ayurveda misst den Schönheits- und Gesundheitsmaßstab jedoch nicht mit dem Maßband und der Waage, sondern betrachtet jede Konstitution in ihrem eigenen, typgerechten Potential. Und darin kann die üppige Kapha-Schönheit sehr wohl mit der elfenhaften Vata-Grazie oder dem sportlichen Pitta-Body mithalten: Denn Kapha-Menschen verfügen von Natur aus über ausgesprochen ausdrucks­volle Augen, kräftiges Haar, eine gesunde Haut und ausgewogene Körperformen. Ihr freundliches Wesen ist von Fürsorglichkeit, Geduld und Einfühlungsvermögen geprägt. Und auch wenn die Kleider eine Übergröße benötigen, wirken die Menschen häufig attraktiv und anziehend.

Leidet ein Kapha-Mensch unter Übergewicht, so verteilt sich das vermehrte Fettgewebe gleichmäßig über den ganzen Körper. Das heißt, nicht nur der Umfang von Bauch und Oberschenkeln wird mehr, sondern auch das Gesicht, die Arme, die Brust und die Beine sind rundlich abgepolstert. Bildet sich hingegen bei einer Vata oder Pitta dominierten Konstitution eine Kapha-Störung in Form von Übergewicht, so manifestieren sich hier die über­schüssigen Fettdepots ausschließlich am Bauch (Vata) oder rund um die Hüfte und Oberschenkel (Pitta).

Übergewicht ist eine Kapha-Störung

Aus ayurvedischer Sicht bildet sich die individuelle Konstitution des Menschen aus den drei Doshas Vata, Pitta und Kapha. Vata stellt das Bewegungsprinzip dar, Pitta die Umsetzung und Kapha die Stabilität. Aus dem Ungleichgewicht der drei Dosha-Kräfte entstehen Krankheiten aller Art. Übergewicht wird als eine Ansammlung von Kapha betrachtet.

Das Kapha-Dosha repräsentiert das erhaltende und stabilisierende Prinzip im menschlichen Organismus und setzt sich aus den Elementen Jala (Wasser) und Prithivi (Erde) zusammen. Es trägt die Funktion des Lymph- und Immunsystems und ist über das Skelett und die Zellstruktur an der Formbildung des Körpers beteiligt. Seine Eigenschaften sind: süß, schwer, weich, kalt, ölig, schleimig und stabil. Menschen mit einem hohen Kapha-Anteil sind geduldig, stark, selbstkontrollierend, vergebend, pflichtbewusst und nicht selbstsüchtig. Sie sind aufrichtig und konstant in ihren Beziehungen, aber manchmal auch etwas schwerfällig und langsam.

Ayurveda Kapha-Ernährung lässt die Pfunde purzeln

Um Gewicht zu reduzieren ist eine Kapha-reduzierende Ernährung notwendig:

Alle Nahrungsmittel mit einer scharfen, leichten, trockenen, bitteren und erhitzenden Komponente sind jetzt besonders gut und schenken dem phlegmatischen Kapha-Organismus neue Energie und Lebenskraft. Die Mahlzeiten sollten appetitanregend mit viel Gemüse und aromatischen Gewürzen und Kräutern zubereitet werden. Alle Milchprodukte und tierischen Eiweiße wie Fleisch, Eier oder Käse belasten das Verdauungssystem in hohem Maße und führen unweigerlich zur Verschleimung und Gewichtszunahme. Deshalb sollten bei einem starken Übermaß an Kapha tierische Eiweiße am besten durch Hülsenfrüchte ersetzt und zusammen mit viel Gemüse gegessen werden. Sehr süße und schwere Speisen wie Teig- und Backwaren, Süßigkeiten sowie fettige und frittierte Speisen erhöhen ebenfalls das Kapha und sollten weitgehend gemieden werden.

Die Ursachen von Fettleibigkeit aus Sicht der Ayurveda-Medizin

  • Übermäßiges Essen, insbesondere von fetten, gebratenen Speisen, Milchprodukten wie Käse, Joghurt und Eiscreme, übermäßiger Konsum von zuckerhaltigen Nahrungsmitteln, kalte Getränke
  • langes Sitzen, inaktive Lebensweise
  • Verdauungsstörungen
  • Häufiges Essen zwischen den Mahlzeiten
  • Stress
  • Einnahme von Medikamenten wie Corticosteroide oder orale Verhütungsmittel oder Insulin
  • Alkoholismus
  • unbewältigte Konflikte – vermeintliche Lösung über Essen (Nahrung für die Seele)
  • hormonelle Dysregulation, übermäßige Produktion von Wachstumshormonen

Einige Nahrungsmittel und Gewürze sind zum Abnehmen ganz besonders gut geeignet und zeichnen sich durch besondere Eigen­schaften aus, die den Prozess der Gewichtsreduktion effizient unterstützen. So rät die ayurvedische Ernährungstherapie zum regelmäßigen Verzehr von Mungobohnen, Gerste, Honig und Chili, um einen schnellen Diäterfolg zu erzielen. Weitere wichtige Nahrungsmittel in der Anti-Kapha-Diät stellen die Blattgemüse wie Spinat, Mangold und Chicorée, ausleitende Gemüse wie Spargel oder Sellerie sowie alle herben und scharfen Kräuter und Gewürze dar.

Ayurveda-Massagen und Schwitzbehandlungen zur Gewebereduktion und -straffung

Allgemeine Ayurveda-Ernährungsempfehlungen zum Gewichtsausgleich

  • Essen Sie vorwiegend warme und gekochte Speisen. Salate, Rohkost und frische Früchte sind nur zur Mittagszeit zu empfehlen.
  • Trinken Sie täglich im halbstündigen Rhythmus eine Tasse heißes Wasser oder Ingwerwasser.
  • Essen Sie drei regelmäßige Mahlzeiten am Tag und vermeiden Sie Zwischenmahlzeiten.
  • Trinken Sie zum Frühstück ein Glas warmes Wasser mit Honig.
  • Bevorzugen Sie Mungobohnen, Gerste, Artischocken, Chicorée und bittere Blattgemüse in Ihrem täglichen Speiseplan.
  • Vermeiden Sie alle süßen, fettigen und salzigen Speisen und streichen Sie Zucker, Sahne, Käse, Fleisch, Wurst und frittierte Speisen aus Ihrem Speiseplan.
  • Verwenden Sie hilfreiche Gewürze wie Chili, Ingwer, Hing, Senfsamen, Pfeffer, Meerrettich und alle frischen Gartenkräuter in der Ayurveda-Küche.
  • Essen Sie nur wenig Salz, und wenn dann nur Steinsalz.
  • Unterstützen Sie Ihren Stoffwechsel mit anregenden Nahrungsergänzungen wie Berberitze, Triphala oder Trikatu.

Die ayurvedischen Behandlungen zur Gewebestraffung und Gewichtsreduktion sind äußerst effektive Massagetechniken, durch die das Kapha reduziert wird und spezielle Körperzonen und Gewebe eine tiefe Entgiftung erfahren. Ergänzend zur Ernährung sind die anregenden Massagen und Manual-Therapien sehr wichtig, um den Gewebestoffwechsel anzuregen und in seiner Entgiftungs- und Straffungsarbeit zu unterstützen. Durch ein aktives Agni verbrennt der Organismus abgelagerte Schlacken (Ama) aus dem Fett- und Bindegewebe. Das Fettgewebe wird abgebaut und das Körpervolumen verringert sich.

Die Stoffwechsel anregenden Behandlungsformen werden Langhana genannt und arbeiten mit dynamischen Ausstreichungen, erhitzenden Kräutern und medizinierten Ölen. Bereits nach wenigen Anwendungen ist der Körper spürbar leichter, straffer und jugendlicher. Die wichtigsten Massagen zur Gewebereduktion und Ausleitung werden mit Seidenhandschuhen, Pulvern aus gemahlenem Getreide und Kräutern und heißen Gazesäckchen (Boli) ausgeführt:

  • Gharshana – Massage mit dem Seidenhandschuh
  • Udvartana – Massage mit Pulvern oder Pasten
  • Pinda-sveda – Massage mit heißen Kräuterbeuteln

Die große Wirkung der manuellen Ayurveda-Therapien auf die Reduktion des Fettgewebes verdanken die dynamischen und kraft­vollen Massagetechniken auch ihren speziell beigefügten Kräu­tern. Die Pasten bzw. Kräutermischungen für Udvartana und Pinda-Sveda bestehen aus mit Kräutern angereicherten Ge­trei­depulvern. Als Grundsubstanz können Gerstenmehl oder Kichererbsenmehl verwendet werden, die dann mit scharfen und bitteren Kräutern und Gewürzen wie Triphala, Trikatu, Ingwer, Senfkörner, Methisamen, Kurkuma oder Galgant angereichert werden.

Ayurveda-Massagen und Langhana-Therapien zum Abnehmen

Gharshan
Gharshan ist eine Stoffwechsel stimulierende Massage mit Seidenhandschuhen. Die Seidenhandschuhmassage ist eine eigenständige, belebende Behandlung, kann aber auch als vorbereitende Maßnahme in Kombination mit anderen Massagen eingesetzt werden. Sie kann als Ganzkörpermassage angewendet werden, so wirkt sie besonders stimulierend für den Lymphfluss oder als anregende Teilkörpermassage in den Problemzonen.

Udvarthana
Unter Udvarthana versteht man eine vitalisierende Massage mit Stoffwechsel anregender Kräuterpaste. Die unterschiedlichen Mischungen und Rezepturen werden individuell auf die Stoffwechselfunktion und Konstitutionsausprägung abgestimmt.

Pinda-sveda
Pinda-sveda ist eine lokale Schwitzbehandlung mit Gazesäckchen. Die Säckchen, so genannte Pindas, werden mit Stoffwechsel anregenden Kräuteressenzen gefüllt. Dann werden Problemzonen, wie Oberschenkel, Gesäß oder Oberarme, immer wieder mit den in warmem Öl erhitzten Pindas ausgestrichen und massiert.

Ayurveda-Kuren helfen immer

Ist die Gewichtsproblematik bereits genetisch oder konstitutionell veranlagt, so ist eine dauerhafte Ernährungsumstellung not­wendig, um langfristig abzunehmen und den Körper vor den gesundheitlichen Problemen zu schützen, die aus Adipositas erwachsen können. Nur eine konsequente Anti-Kapha-Diät, regel­mäßige Bewegung und unterstützende Massagetherapien können nun auf dem Weg zum persönlichen Ideal- und Wohl­fühlgewicht unterstützen.

Hilft das alles nicht genug, so arbeitet die Ayurveda-Medizin sehr erfolgreich mit den kurativen Aus­leitungskonzepten des Pancakarma, um eine Gewichtsreduktion und Gewebsstraffung herbeizuführen. Gerade zum Frühjahr lohnt sich ein Kuraufenthalt, um innerhalb von 1 – 2 Wochen dem Winterspeck zu Leibe zu rücken.

Übergewicht kann auch psychisch begründet sein

Für viele Menschen dienen die täglichen Mahlzeiten nicht nur als Nahrungsaufnahme, sondern sind ein Kompensationsmittel, welches weit über die reine Versorgungsaufgabe hinausgeht. Die Menge und Auswahl der bevorzugten Nahrungsmittel wird oft nicht von der Vernunft, sondern von den Gefühlen und Lebens­bedingungen bestimmt. Denn häufig ist das Essen ein Mecha­nismus, durch den Gefühle, sexuelle Spannungen oder schmerz­hafte Aspekte des Lebens unterdrückt werden. Fett kann zu einem wirksamen Panzer vor menschlicher Nähe und Zuwendung werden. In den überschüssigen Fetten werden nicht nur sehr viele Schlacken und Ama gespeichert, sondern auch die negativen Emotionen von Selbsthass, Schuld, Depressionen, Einsamkeit, Hilflosigkeit, Ärger, Angst vor anderen, Angst vor sich selbst und Selbstmitleid.

Ob sich die Betroffenen durch das Essen nun nur besser fühlen wollen oder aus selbstzerstörerischen Gedanken heraus bewusst zuviel essen, durch den Aufbau von Kapha-Geweben werden als Ausgleich Glückshormone gebildet, die nach dem Essen das Gefühl von Zufriedenheit und innerer Ruhe vortäuschen. Speziell ungesunde Nahrungsmittel wie Süßigkeiten und Fastfood dienen damit als Emotions- und Stresskompensator, da das Überessen oder der Verzehr von schlechter, unreiner und zu schwerer Nahrung ein Weg ist, um sich zu betäuben und vor dem wahren Leben zu verstecken.

Doch auch eine zu asketische und extreme Ernährungsweise lenkt laut Ayurveda von der eigenen Gesundheit und Lebenserfüllung ab, da sie zuviel Energie, Aufmerksamkeit und lebensverneinende Gedanken fordert. Nur wer bereit ist, diese Gefühle loszulassen und zu transformieren, wird sich von den überschüssigen Fettschichten und Schlackenstoffen befreien können, welche ihn von der wahren Schönheit, Leichtigkeit und Freude im Leben fernhalten. Dazu benötigt es häufig thera­peutische Unterstützung und ganzheitliche Behandlungen durch einen erfahrenen Ayurveda-Therapeuten für das körperliche und psychische Wohlergehen.

Über Kerstin Rosenberg

Kerstin Rosenberg bildet seit über 15 Jahren Ayurveda-Ernährungs- und Gesundheitsberater, Ayurveda-Therapeuten und Wellness-Spezialisten in Deutschland, Österreich und der Schweiz aus. Die international bekannte Ayurveda-Spezialistin und Buchautorin ist geschäftsführende Gesellschafterin der Europäischen Akademie für Ayurveda und Vorsitzende des Ayurveda-Berufsverbandes: VEAT – Verband Europäischer Ayurveda-Mediziner und Therapeuten.